Anbaugebiet Spalt mit Kinding vom 27.04.2026

  1. Witterung:

Wie im vergangenen Jahr starten unsere Hopfenpflanzer in der Region mit einem deutlichen Minus bei den Niederschlägen im ersten Pflanzenstandsbericht des Jahres für den Monat April. Insgesamt nur 22,8 mm statt durchschnittlich 56,8 mm standen Ende April zu Buche und damit knapp 60 % unter dem vieljährigen Mittel. Im ersten Quartal 2026 fielen in diesem Jahr jedoch knapp 12 mm mehr Niederschläge als im vieljährigen Mittel, so dass eine ordentliche Versorgung aus diesen Monaten vorliegt. Die Durchschnittstemperatur in 2m Höhe lag bei 9,4°C bis zum 23.04.

  1. Wachstumsstand

Trotz eines nassen Februars konnte nach einem trockenem März zeitig mit den ersten Arbeiten im Hopfen begonnen werden. Die ersten Bestände wurden schon Anfang März geschnitten. Das Draht aufhängen und einstecken konnte bei guter Witterung frühzeitig erledigt werden. Da es bis Mitte April noch kalt war, ist der Wachstumsstand des Hopfens ca. eine Woche hinten dran. Die ersten Bestände werden zur normalen Zeit Anfang Mai angeleitet.

  1. Kulturmaßnahmen

Bei den meisten Hopfenbetrieben ist die erste Pflanzenschutzmaßnahme gegen Peronospora und auch gegen den Erdfloh im Gießverfahren erledigt. Dies war aber gerade noch vor Ende April wegen der Entwicklung des Hopfens durchzuführen. Das Kreiseln konnte bei allen Beständen gut erledigt werden. Bei den meisten Betrieben wurde auch die erste Gabe Dünger ausgebracht.

  1. Auftreten von Krankheiten und Schädlingen

Trotz der kälteren Temperaturen Anfang April war festzustellen, dass sich die Erdflohpopulation auch in diesem Jahr nicht entspannt hat und es hier auch teilweise zu erheblichen Schäden kommen kann. Es wurde annähernd jeder Bestand behandelt und trotzdem wird es hier in Zukunft ohne geeignete Pflanzenschutzmittel schwierig der Lage Herr zu werden. Die anderen Krankheiten und Schädlinge spielten zum Monatsende noch keine Rolle.

Text:

Andreas Auernhammer (Hopfenpflanzerverband Spalt)/Wolfgang Jank (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth-Weißenburg i.Bay.)

Bild 1 - Wolfgang Jank: die Natur erwacht –die Bäume und Hecken im Hintergrund treiben aus und blühen – auch der Hopfen beginnt (langsam) zu wachsen!