Spalt/Kinding: Raubmilben versus Spinnmilben

Eine immer enger werdende Produktpalette bei den Wirkstoffen, Resistenzen, Auflagen und das grundsätzliche Ziel der Reduktion von Pflanzenschutzmitteln – die Möglichkeiten für die Gesunderhaltung der Pflanzen werden auch im Hopfenbau immer weniger. Aufgrund der hohen Bedeutung in der Dauerkultur Hopfen wird seit Längerem auch in Bayern in Versuchen an anderen Strategien geforscht.

Eine erprobte Möglichkeit: Nützlinge gegen Schädlinge einzusetzen – im Hopfenanbau sind es Raubmilben gegen Spinnmilben.

In Hauslach fand deshalb auf dem Betrieb von Hopfenbauer Tobias Merkenschlager in Zusammenarbeit mit Isabella Wiedemann vom Hopfenring und der Firma Koppert ein Feldtag zum Thema „Raubmilbeneinsatz im Hopfenbau“ statt.

Von den Profis erhielten die Pflanzer einen Einblick in die Wirkung, den Einsatz und Umgang mit den Nützlingen.

Im Spalter Hopfenanbaugebiet – Siegelbezirke Spalt und Kinding - sind in diesem Jahr bereits für fast 10 Prozent der Fläche Raubmilben von den Pflanzern bestellt worden und werden die nächsten Wochen ausgebracht.

Damit beweisen die Hopfenpflanzer einmal mehr, dass sie sich auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen. In den nächsten Wochen erfolgt dann die Ausbringung.

Text: Wolfgang Jank (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth-Weißenburg i.Bay.

Bilder: Andreas Auernhammer (Hopfenpflanzerverband Spalt ev.V.)